Shawnys langsamer Weg zurück ins Leben

13. Oktober 2011

Marlies Fischer

Ein schrecklicher Unfall brachte Leid über eine ganze Familie. Genau das kann wirklich jedem tagtäglich passieren. Wie das Schicksal von Shawny R. in bedrückender Weise dokumentiert. Im Dezember 2005 wurde das fröhliche Mädchen Opfer eines Verkehrsunfalls, als die damals 13-Jährige beim Überqueren der Bundesstraße 432 in Groß Niendorf im Landkreis Segeberg von einem Auto erfasst wurde.

Wiederbelebung, Hirnschwellung, mehrfach gebrochene Wirbelsäule, Notoperation – nur medizinischer Kunstfertigkeit auf hohem Niveau ist zu verdanken, dass Shawny überhaupt am Leben blieb. Die Sorgen um die Tochter waren nicht genug, der Unfall bescherte der Familie auch große finanzielle Probleme. Denn der Autofahrer hatte seiner Versicherung ein Regulierungsverbot erteilt. Konsequenz: Shawnys Eltern mussten die mit dem Drama verbundenen Kosten teilweise alleine tragen.

Im Februar 2006 erfuhr das Abendblatt von den Sorgen und Nöten der Familie. „Kinder helfen Kindern“ veranlasste eine sofortige Unterstützung. Diverse Spenden trugen dazu bei, das Leid – zumindest wirtschaftlich – zu lindern. Freunde, gute Ärzte, engagierte Therapeuten, eine aufopferungsvoll kämpfende Familie und die Gemeinschaft der Abendblatt-Leser reichten dem Mädchen ihre helfende Hand. „Wir hatten das Gefühl, dass wir nicht allein sind auf der Welt“, sagt Shawnys Mutter heute. „Das hat uns sehr geholfen.“

Ihre Tochter ist mittlerweile 18 Jahre alt. Bis vor kurzem hat sie in einem Internat für behinderte junge Menschen in Kiel gewohnt, im Sommer schaffte sie einen guten Hauptschulabschluss. „Seit 1. September lebt Shawny die Woche über im Bugenhagen Berufsbildungswerk in Timmendorfer Strand“, berichtet ihre Mutter. „Dort macht sie eine Ausbildung zur Bürokauffrau.“ Shawnys sehnlichster Wunsch ist es, auf eigenen Beinen zu stehen. Die ersten Schritte dafür hat sie schon getan. Und für die nächsten braucht Shawny auch Ihre Hilfe.

Michelle erlebte zwei Wunder

13. Oktober 2011

Marlies Fischer

Seit zwei Monaten ist Michelle stolze Erstklässlerin. „Sie geht so gern in die Schule“, erzählt ihre Mutter. „Michelle hat Spaß am Lernen und sitzt neben ihrer besten Freundin Alicia.“ Und die hilft der Sechsjährigen auch mal, wenn der Reißverschluss der Federtasche klemmt oder der Schulalltag nicht ganz glatt läuft. Denn Michelle fehtl die rechte Hand, und sie trägt Beinprothesen.

Dass die Kleine überhaupt zur Schule geht und heute so ein fröhliches, aufgewecktes Kind ist, ist ein großes Wunder. Denn am 7. Dezember 2006 schien es, als habe ihre letzte Stunde geschlagen. Am Nikolaustag fieberte das Kind, bekam Schüttelfrost. Am folgenden Nachmittag musste der Kinderarzt eine niederschmetternde Diagnose übermitteln: Michelle war an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Aus heiterem Himmel. Ein Notarztwagen brachte die Kleine auf die Intensivstation des UKE. Schonend erklärten die Ärzte Michelles Mutter, dass diese Krankheit in der Regel tödlich verlaufe – binnen sechs Stunden.

„Was dann noch alles gesagt wurde, bekam ich nicht mehr mit“, erinnert sich die Mutter. „Ich konnte das alles nicht begreifen.“ Nach eineinhalb Wochen wurde die Kleine aus dem Koma erweckt. Zwar mussten beide Unterbeine und die rechte Hand amputiert werden, aber geistig und seelisch war alles intakt.

Das zweite Wunder vollbrachten die Abendblatt-Leser. Nach einem Bericht über Michelles Schicksal am 24. Februar 2007 halfen Hunderte der kleinen Hamburgerin. Großzügige Spenden trugen dazu bei, Michelles Leben auf neue, feste Gleise zu stellen. Heute ist die Kleine ein fröhliches, wissbegieriges Schulkind. Und Michelle ist große Schwester: Auf die ein Jahr alte Lilly hat sie immer ein waches und liebevolles Auge. Gleichwohl wird Michelle noch lange Hilfe brauchen – auch Ihre.

Alexander meistert sein Leben auf bewundernswerte Weise

13. Oktober 2011

Marlies Fischer

Von einem Moment auf den anderen hat das Leben von Alexander Donner eine schreckliche Wendung genommen. Der Badeurlaub am See im Sommer 2003 endete mit einer Tragödie. Alexander machte einen Kopfsprung ins Wasser, aber der See war flacher als vermutet. Der damals 16-Jährige brach sich den fünften und sechsten Halswirbel. Seitdem ist Alexander querschnittsgelähmt. Und seine Arme kann er nur eingeschränkt gebrauchen.

Als Alexanders Schicksal von der Abendblatt-Aktion „Kinder helfen Kindern“ aufgegriffen und veröffentlicht wurde, regte sich eine gewaltige Anteilnahme. Geld floss, aber es gab auch menschliche Anteilnahme. „Das Gefühl, mit seinen Problemen nicht allein zu sein, hat mich stark gemacht“, bilanziert der junge Mann.

Vor seinem Unfall zählte der heute 24-Jährige zu den Nachwuchstalenten im Rudersport. Und dieses sportliche Hobby betreibt Alexander jetzt auch wieder mit großer Freude. „Seit diesem Sommer habe ich ein speziell präpariertes Ruderboot am Isekai liegen“, erzählt der junge Mann. „Damit bin ich jetzt regelmäßig auf der Alster und den Kanälen unterwegs.“ Bis Ende des Jahres hat Alexander ein weiteres großes Ziel: an der Uni die Diplomarbeit schreiben und das Sportstudium abschließen. Der junge Mann meistert sein Leben auf bewundernswerte Weise, aber er braucht weiterhin Unterstützung. Jeder Betrag ist eine große Hilfe.

Hände für Kinder

13. Oktober 2011

Marlies Fischer

Die Initiative „Hände für Kinder“ baut im Wohldorfer Kupferhof, einem ehemaligen Seminargebäude der Stadt Hamburg, ein Zuhause auf Zeit für schwerstbehinderte Kinder auf, einen Ort, an dem sie für einen kurzen Zeitraum betreut werden, ein Haus, in dem auch Eltern und Geschwister einmal abschalten, durchatmen und neue Kraft tanken können – etwas existenziell Wichtiges für alle Betroffenen. In Hamburg und Umgebung leben etwa 10000 schwerstbehinderte Kinder, größtenteils in ihren Familien. Und diese brauchen Unterstützung. Die Pflege dieser Kinder erfordert oftmals eine 24-Stunden Betreuung, bedeutet, dass die Geschwisterkinder nur allzu oft zu kurz kommen. Initiator Steffen Schumann ist selbst Vater eines schwerstbehinderten Sohnes. Die Erlöse von „Märchen im Michel“ 2010 und „Kinder singen für Kinder“ 2011 – zusammen mehr als 40000 Euro – gingen bereits an den Verein „Hände für Kinder“. Im Frühjahr 2012 soll der Kupferhof direkt am Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald eröffnet werden. Jeder Beitrag hilft, dieses Ziel zu verwirklichen.

„… und los! Kids in die Clubs“

13. Oktober 2011

Marlies Fischer

„Gäbe es ’Kids in die Clubs’ nicht, könnten meine Söhne nicht Karate lernen.“ Für die allein erziehende Jutta W. und ihre beiden Kinder Manuel und Michael ist die Jugendsportaktion „…und los! Kids in die Clubs“ ein Segen. Sie ermöglicht Kindern aus finanziell schwächer gestellten Familien den Beitritt zu einem Sportverein, indem die Mitgliedsgebühr durch Spendengelder finanziert wird. Im Jahr 2004 hatte Abendblatt-Redakteurin Renate Schneider, Motor des Vereins „Kinder helfen Kindern“, zusammen mit der Hamburger Sportjugend „… und los!/Kids in die Clubs“ ins Leben gerufen. Das Ziel: Alle Kinder und Jugendlichen in Hamburg, derzeit etwa 28000, sollen Mitglied in einem Sportverein werden können (bislang treiben rund 136000 unter 18-Jährige im Verein Sport). Seit dem Start haben „Kinder helfen Kindern“ und die Stadt Hamburg fast 1,5 Millionen Euro für die Aktion aufgebracht, inklusive Spenden wie 50000 Euro von der Alexander-Otto-Stiftung. Eine Säule ist der HSH Nordbank Run, dessen Startgelder entscheidend zur Finanzierung von „und los!“ beitragen. Hamburgs größter Wohltätigkeitslauf durch die HafenCity feierte am 25. Juni 2011 seine zehnte Auflage. Genau 20012 Sportler erliefen in diesem Jahr 127500 Euro für den Verein. Und auch 2012 werden Läuferinnen und Läufer wieder ihre Runde durch die HafenCity drehen, damit Kinder im Verein Sport treiben können.

Kinder singen für Kinder

13. Oktober 2011

Marlies Fischer

„Mitmachen, um die Freude am Singen in die Stadt hineinzutragen“ – das ist das Motto des Chorfestivals „Kinder singen für Kinder“. Musik weckt Lebenskraft und macht Menschen zu Mitmenschen. Musik ist sinnstiftend und bringt viel Geld für einen guten Zweck zusammen. Bei den Festivals seit 1992 im Hamburger Michel haben die großen und kleinen Sänger mehr als 250000 Euro für wohltätige Zwecke erlöst. Geld, das unter anderem für schwer kranke Kinder unserer Stadt, für Straßenkinder, Kinder- und Jugendzirkusse, für die Deutsche Stiftung Musiktherapie, für die AXIS-Forschungsstiftung zur Behandlung von Knochenkrebs, die Frühförderung Schwerhöriger oder die Kurzzeit-Pflege für schwer oder mehrfach Behinderte eingesetzt wurde. Professor Hermann Rauhe ist dem Festival herzlich verbunden. Er weiß aus jahrzehntelanger Arbeit als Präsident und jetziger Ehrenpräsident der Hochschule für Musik und Theater, an der es schon lange einen Lehrstuhl für Musiktherapie gibt, um die Kraft des Klangs: „Musik wirkt Wunder. Ohne Musik verliert der Mensch sein seelisches Gleichgewicht und seine innere Harmonie.“ Das nächste Chorfestival “Kinder singen für Kinder” findet am 21. April 2012 statt, der Erlös kommt wohltätigen Zwecken zugute.

Märchen im Michel

13. Oktober 2011

Marlies Fischer

Es ist der Glanzpunkt der Vorweihnachtszeit: “Märchen im Michel“. Alle Jahre wieder lädt das Hamburger Abendblatt seit 1993 zu dieser traditionellen Benefizveranstaltung in der Hauptkirche St. Michaelis zugunsten von “Kinder helfen Kindern“ ein. Bei diesem etwa zweistündigen Abend im festlich geschmückten Michel kann Hauptpastor Alexander Röder immerird wieder bekannte und beliebte Vorleser begrüßen: Isabella Vértes-Schütter, Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters sowie die Schauspieler Christian Quadflieg und Eberhard Möbius. Für einen besonders festlichen Rahmen sorgen auch die Lucia-Mädchen und ihre Lichterkönigin. Der frühere Michel-Hauptpastor Helge Adolphsen hat den Geist von “Märchen im Michel“ trefflich erfasst: “Es ist ein Abend, der uns herausführt aus der Alltäglichkeit, manchmal auch aus der Angst, ein Abend, der uns für einige Stunden in eine bessere Welt versetzt.“ Der Erlös kommt “Kinder helfen Kindern” zugute.

 

Jesuscenter: Bollerwagen und See-Container

13. Oktober 2011

Marlies Fischer

Das JesusCenter wartet mit einer neuen Attraktion für Kinder auf den Spielplätzen und Hinterhöfen im Schanzenviertel auf: das Kunstmobil. Dieser Bollerwagen ist vollgepackt mit Bastelmaterial, Knetgummi, Papier, Stiften und Farben. Und wenn man den Aufbau an allen vier Seiten aufklappt, haben die Kinder Arbeitsflächen, um nach Herzenslust zu malen und zu basteln. Die Anschaffung des Bollerwagens hat „Kinder helfen Kindern“ unterstützt. Und auch in anderer Sache hat die Redaktion dem JesusCenter geholfen. Der Verein brauchte einen neuen Container, um das Bollerwagen-Kunstmobil, die Bollerwagen-Spielmobile und Spielgeräte zu verstauen. Die Bremer Firma CHS Container Handel spendete die 6,06 Meter lange und 2,2 Tonnen schwere Metallkiste, nachdem die Redaktion den Kontakt zwischen den Bremer Kaufleuten und den Hamburger Sozialarbeitern vermittelt hatte. Jetzt dient der Container als Garage für Bollerwagen und Spielzeug. Und da muss natürlich ab und zu auch Nachschub besorgt werden.

Möbi – ein großer Unterstützer von “Kinder helfen Kindern”

13. Oktober 2011

Marlies Fischer

In Hamburg nennen ihn alle liebevoll „Möbi“ – Eberhard Möbius, Kabarettist, Autor, Schauspieler und Gründer des erfolgreichen Theaters „Das Schiff“. Und ein großer Unterstützer von „Kinder helfen Kindern“. Seit es diese Abendblatt-Initiative gibt, ist der heute 85-Jährige dabei: „Um Kindern zu helfen, die in unserer Gesellschaft ja keine Lobby haben.“ Auf seiner Leiter war Möbi Moderator und Starverkäufer auf allen „Kinder helfen Kindern“-Bastelbasaren. Zusammen mit seiner Frau Christa setzte er den Schiffs-Preis aus, weil sie „vom Glück etwas abgeben“ wollten, und sprach den ersten Preis 1996 „Kinder helfen Kindern“ zu.

Seine Verbundenheit blieb. Als Schirmherr des 1. Festivals Hamburger Kinder- und Jugendzirkusse betonte er die Bedeutung dieser Kinder- und Jugendarbeit: „Für die Jugend gibt es heute viele Möglichkeiten, sinnlos die Zeit totzuschlagen“, so Möbi, „aber wo kann man sich in unseren betonierten Städten noch austoben? Ja, im Kinderzirkus, nur wenige pädagogische Bemühungen können das leisten.“ Und natürlich verzaubert Möbi die Zuhörer alljährlich im Advent, wenn er bei „Märchen im Michel“ ein selbst verfasstes Weihnachtsmärchen vorliest.

Felicitas und der Delfin

13. Oktober 2011

Marlies Fischer

Felicitas kam per Notkaiserschnitt in der 38. Schwangerschaftswoche auf die Welt. Während der dramatischen Geburt hat sie möglicherweise einen Sauerstoffmangel erlitten. Der Arzt prophezeite den Eltern, dass ihr Kind niemals allein würde sitzen oder sich gezielt äußern können. Die Eltern taten alles, um das Kind zu fördern. Täglich wurde das kleine Mädchen zu Therapien gebracht. Die Eltern verbrachten Wochen in einer Reha-Klinik und übten auch täglich zu Hause. Höhepunkt war eine Delfintherapie auf Curaçao, für die „Kinder helfen Kindern“ eine große Summe bereitstellte. Es hat sich gelohnt. Inzwischen kann Felicitas alleine laufen. Und sogar einzelne Wörter sprechen. Aber sie wird noch sehr, sehr lange unsere Hilfe brauchen.

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